Sonntag, 7. Juli 2013

Fallschirmspringen - Sphairkurse 1 & 2



Das Schweizer Militär bietet die Möglichkeit an, in den sogenannten Sphairkursen das Fallschirmspringen zu lernen. Sinn und Zweck ist es neue Anwärter für die Fallschirmaufklärer RS auszubilden. Schafft man es beide Kurse zu bestehen, kann mit etwas über 50 Sprüngen (und dem Schweizer Fallschirmbrevet) gerechnet werden.

Der grosse Vorteil an der ganzen Sache ist, dass man die teure Ausbildung quasi geschenkt bekommt und somit ein paar tausend Franken spart. Man zahlt lediglich einen Teil von Unterkunft und Essen. Im Gegenzug wird dafür eine gute körperliche Fitness und ebenfalls eine gewisse Motivation erwartet.

Der letzte Sprung -
da scheinen zwei ihren Spass zu haben
Das mag ziemlich locker klingen, die Kurse sind aber nicht unbedingt wie Ferienlager gestaltet. Auch wenn sie offiziell auf ziviler Basis ablaufen, bekommt man den militärischen Unterton doch ziemlich gut zu spüren. Häufig sind die Instruktoren selbst Fallschirmaufklärer und möchten den Teilnehmern gerne bereits mit der einen oder anderen netten Übung einen kleinen Vorgeschmack auf die RS erlauben.
Die Tage starten um kurz nach sechs Uhr und enden in der Regel um elf Uhr abends. Je nach Kurs hat man aber sogar zwischendurch ein paar Minuten Freizeit. Es hängt im Allgemeinen stark von der Philosophie der Kursleitung ab, wie viel Stress man neben dem Sprungbetrieb ausgesetzt ist.

Vierer RW über dem Lago Maggiore
Wie beim Highlinen ist es auch beim Fallschirmspringen so, dass man ziemlich intensive Augenblicke erlebt.
Der Moment kurz nachdem man das Flugzeug losgelassen hat und sieht, wie es langsam kleiner wird, wie die Kameraden im Freifall grinsen, der Blick nach oben wenn der Schirm offen ist und alles unter den Füssen so klein ist und man mit ein paar schönen Steilspiralen dem Boden entgegensegelt, das sind alles Momente, die ich nie vergessen werde. 

Bevor man in „Mordor“ oder offiziell Isone Einrücken darf muss man nach den beiden Kursen aber noch ins Fliegerärztliche Institut in Dübendorf, wo man in zwei Tagen auf alles Erdenkliche getestet wird. Dort war dann leider auch für mich Endstation.


Teamfoto von Kurs 1 in Biel Kappelen
Ich war am Anfang zwar ziemlich traurig, dass es nicht gereicht hat, aber was solls. Es klappt halt nicht immer alles. Den paar Verbliebenen aus unserem Kurs wünsche ich weiterhin viel Glück und natürlich Blue Skies!

Links:
Artikel der Tessiner Zeitung 


Geschrieben von Fäbu.