Donnerstag, 29. Mai 2014

Highline Bire und Brot - Interlaken


Ziemlich spontan machten wir uns auf zur Bire von Interlaken. Bereits unten vom Dorf aus sahen der Felsturm und die gegenüberliegende Wand sehr vielversprechend aus. Mit vollbepackten Rucksäcken machten wir uns bergaufwärts auf den Weg. Vom Sattel aus erreicht man über sehr schön eingerichtete Holztreppen die Bire, ein freistehender, ziemlich mächtiger Felsturm.
Wir entschieden uns für eine eher lange Linie und machten den gegenüberliegenden Fixpunkt aus. „Schnell dort unten irgendwo den Hang hinauf klettern und dann hinüber in die Wand abseilen“, so planten wir die nächsten Schritte. Natürlich kam das nicht so! Das Klettern fiel auf mich und so mühte ich mich über zwei Stunden ab, irgendwo hinauf zu kommen. Das nasse Gras, der noch rutschige Fels vom letzten Regen und die fehlenden Sicherungsmöglichkeiten machten das Vorhaben auch nicht einfacher. Schliesslich musste ich ziemlich entnervt aufgeben. Die Lösung war dann schon fast zu simpel: Ein Weg führte nur wenige Meter weiter hinten direkt auf die Klippe hinauf. Tja, so läuft das halt bei spontanen Aktionen…

Tom nach seinem Halfman
Als die Line dann endlich doch noch stand, reichte es für alle noch gerade für einen Versuch. Marc konnte die ungefähr 55 Meter als einziger FM laufen. Fäbu hatte wegen den fehlenden Trainingsstunden während dem Militärdienst etwas Anlauf- oder vielleicht eher Motivationsprobleme. Er konnte die Line dann aber doch ziemlich souverän mit einigen Catches laufen.
Ich selbst hatte grosse Mühe mit dem Fixpunkt mitten in der Felswand. Nirgends gab es etwas Schlaues zum Fokussieren. Deshalb beschloss ich in der Mitte der Line aufzustehen und zum Ende zu laufen. Dank dem näheren Fixpunkt konnte ich so die Hälfte der Highline relativ sicher durchlaufen.



Thomas, unser Gipfel-Papst
Während dessen erhielten wir noch Besuch von Thomas. Gemeinsam nahmen wir das Gipfelbuch unter die Lupe. Erstaunlich, wie viele Bibelgruppen und ähnliches hier oben waren! Auch für ein Feuer hatte Thomas gesorgt und so konnten wir wieder einmal in den Genuss von Fäbu's Schlangenbrot, oder wie er als ehemaliger Hamburger sagt „Stockbrot“, kommen.
Die Line ist alles in allem sehr schön, aber auch exponiert und daher anspruchsvoll. Da wir nun wissen, wie man am einfachsten zu den Fixpunkten kommt werden wir hier sicherlich noch einmal vorbei schauen!

Geschrieben von Benj.