Sonntag, 1. Juni 2014

Hochtour Jungfrau


Die Expedition nach Kirgistan rückt immer näher. Es war also an der Zeit für etwas Training. Kili und ich entschieden uns für die Jungfrau.
Am Samstag Nachmittag ging’s los, mit der Bahn fuhren wir bis ins Jungfraujoch und schlugen uns dann mit den Skiern und den grossen Rucksäcken durch die Touristenmenge. Ob das Skifahren sei, wurden wir von zwei Japanern gefragt, als wir mit den Fellen an den Skis in Richtung Hütte liefen. „Jaja, so was ähnliches machen wir da“, war unsere Antwort. Wichtiger war dann so oder so ein Foto für die Beiden.

Abendstimmung in der Mönchsjoch-Hütte
Wir übernachteten in der Mönchsjoch-Hütte und verliessen diese als letzte Seilschaft am Sonntag Morgen um kurz vor sechs Uhr wieder. Über den Gletscher ging’s hinab zum E-Sporn.
Hier überholten wir bereits die erste Seilschaft, die zu Fuss unterwegs war. Mit den Tourenskis aufzusteigen war definitiv die bessere Entscheidung gewesen, da hatte Kili bei der Planung gute Arbeit geleistet.
Beim ersten Steilstück spurteten wir an einer weiteren Seilschaft vorbei. Von da an ging’s mit den Steigeisen und am kurzen Seil Richtung Gipfel. Mit dem Trainingsgedanken im Hinterkopf gingen wir ziemlich zügig aufwärts. Schliesslich erreichten wir als erste Seilschaft die 4‘158m hohe Jungfrau.
Auf dem Rückweg über den Gletscher


Einige Stunden später und einige Höhenmeter tiefer genossen wir auf der kleinen Scheidegg eine wohlverdiente Glace und warfen noch einige Blicke auf die imposante Nordwand der Jungfrau. Das nicht ganz günstige Wochenende hatte sich dank den vielen Eindrücken aber sicherlich ausbezahlt.

Geschrieben von Benj.